Düsseldorf startet in die Freibadsaison

Lörick öffnet mit besonderen Bedingungen

Nach rund neun Wochen vorsorglicher Schließung der Schwimmbäder öffnet das Strandbad Lörick als erstes Freibad ab Mittwoch, den 20. Mai wieder die Tore und läutet die Freibadesaison 2020 in Düsseldorf ein. Ab sofort ist eine Online-Reservierung vor dem Badebesuch notwendig. Eine sofortige Rückkehr zum altbekannten Regelbetrieb ist aufgrund der Auflagen nach Corona-Schutzverordnung zum Infektionsschutz noch nicht möglich. Für den Badbesuch gelten zudem besondere Hygiene- und Verhaltensregeln.

Die städtischen Bäder der Landeshauptstadt Düsseldorf sind seit dem 16. März 2020 geschlossen. Mit als eines der ersten Freibäder in NRW öffnet das Strandbad Lörick zunächst das kühle Nass. Das Freibad Rheinbad und das Allwetterbad Flingern Freibad folgen.

„Die Situation ist für alle Neuland“, sagt Geschäftsführer der Bädergesellschaft Düsseldorf Roland Kettler. „Wir sind gespannt, wie die Besucherinnen und Besucher bei einer hohen Eigenverantwortung die erforderlichen Einschränkungen aufnehmen.“ Es gelten alle Abstands- und Hygienevorschriften des Landes NRW nach Corona-Schutzverordnung vom 16. Mai 2020 sowie eine Maskenpflicht in den Kassen- und Sanitärbereichen als auch in den weiteren ausgewiesenen Bereichen wie beispielsweise Umkleiden. Auf die Einhaltung achtet das eingesetzte Personal.

Markant ist, dass die maximale Zahl der Gäste in den Freibädern vorerst auf 1200 Gäste pro Tag begrenzt wird, um Engpässe auf dem Gelände und Warteschlangen als Orte mit erhöhtem Ansteckungsrisiko zu vermeiden.

Um das gewährleisten zu können, werden Zeitfenster über das Online-Portal im Voraus angeboten. Das gilt für alle Gäste, auch für Stammgäste. Die Reservierung ist kostenfrei. Der reguläre Eintrittstarif wird unter Vorlage der Reservierungsbestätigung an der Kasse fällig. Das Tarifsystem der Bädergesellschaft Düsseldorf behält seine Gültigkeit, so dass bereits gekaufte Mehrfachcoins weiterhin verwendet werden können. Der Basistarif von 4,60 EUR sowie der Ermäßigte Tarif von 3,00 EUR gelten nicht mehr für einen ganztägigen Eintritt sondern für das jeweils gebuchte Zeitfenster.

Der Betrieb der Freibäder findet wochentags in drei Tagesschichten statt, dies bedeutet, dass ein erstes Öffnungszeitenfenster von 06:00 Uhr bis 09:00 Uhr für die Frühschwimmer angeboten wird. Das zweite Fenster von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr dient dem Familienschwimmen. Das After Work Schwimmen von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr bietet allen Berufstätigen noch Zeit Bahnen zu schwimmen.
Am Wochenende stehen den Badegästen zwei Zeitfenster von 08:00 bis 13:30 Uhr und von 14:30 bis 20:00 Uhr zur Verfügung. Die Unterbrechung wird benötigt um sicherzustellen, dass alle Gäste das Bad verlassen und das Bad bis zur nächsten Öffnung, neben der Reinigung und Desinfektion im laufenden Betrieb, grundgereinigt und desinfiziert wird.

Die Online-Reservierung ist notwendig, um im Fall einer Corona Ansteckung nachvollziehen zu können, welche Personen sich zur gleichen Zeit im Bad aufgehalten haben. Die Zahlung wird an der Kasse abgewickelt, um weiterhin Rabattierungen ermöglichen zu können. Eine Online-Reservierung ist für drei Tage im Voraus möglich. An der Kasse muss die Online-Reservierung per Ausdruck oder Smartphone vorgezeigt werden, damit gegebenenfalls das Kassenpersonal den Namen der Online-Reservierung mit dem Ausweis abgleichen kann.

Hier geht es zu der Online-Reservierung!

Das Angebot in den Freibädern bleibt weiterhin vielfältig. Die Schwimmer- und die Nichtschwimmerbecken, sowie ggf. Sprungbecken werden begrenzt, so dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Auf Spielplätzen und in Planschbecken ist der Mindestabstand einzuhalten und der Zugang eingeschränkt. Pro Person werden 10 qm berechnet.

In den Sportbecken werden Leinen eingezogen, zusätzlichen werden Power- und Relaxbahnen angeboten. Auch in den Becken ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

An den Kassenanlagen wurden Spuckschutzwände installiert, es wurden Wegeleitsysteme für die Gäste eingeführt, für Umkleide-, Sanitär- und Duschräume wurden Maximalkapazitäten festgelegt, die sich nach der Fläche und dem Mindestabstand von 1,5 Metern richten.

Bei den Besucherinnen und Besuchern wirbt die Bädergesellschaft um Verständnis für die Vorkehrungen. „Die ersten Schritt erfolgen mit verantwortungsvoller Vorsicht“, betont Roland Kettler. „Wenn es positiv läuft und es die Gesamtentwicklung zulässt, können wir nach und nach die über Ausweitungen sprechen.“

Für Gesprächsstoff sorgt die Maskenpflicht. Für diese gilt in den Düsseldorfer Bädern dieselben Vorgaben wie in ÖPNV und Geschäften, jedoch auch im Freien. Nur Kinder unter sechs Jahren und Personen mit ärztlichem Attest sind ausgenommen. Wie sonst im öffentlichen Raum, reichen Alltagsmaske, Tuch oder Schal aus, um Mund und Nase bedeckt zu halten, so dass alle eine für sich individuell akzeptable Variante wählen können.

„Wir haben uns frühzeitig um die Entwicklung und Ausarbeitung der Schutzanforderungen gekümmert und möchten sowohl Mitarbeitern und Gästen ein sicheres, aber auch erholsames Gefühl für den Aufenthalt im Freibad geben. „Alles das was wir tun, tun wir für den Gesundheitsschutz unserer Gäste, gerne nehmen wir aber auch Anregungen entgegen“, so der Bäderchef.