Neubau des Schwimm-, Sport- und Stadtteilzentrums im Linksrheinischen

Das Gebäude an der Pariser Straße 31, dessen Architektur an einen im Rhein liegenden Kieselstein erinnert, wird zukünftig nicht nur aus schwimmsportlicher Sicht eine Bereicherung sein, sondern auch eine zentrale Sport- und Begegnungsstätte für die linksrheinischen Stadtteile werden. Der Neubau ist Schwimmstätte, aber auch Treff- und Kommunikationspunkt für den Sport, für Bürger und die Politik - und das mit Blick auf den Rhein. Der Neubau soll im zweiten Quartal 2020 fertiggestellt und eröffnet werden.

Fakten zum Neubau

• Gymnastikraum
• Praxis für Physiotherapie
• Halle mit 25-Meter-Becken
• Kinderplanschbecken
• Warmwasserbecken
• Räumlich, thermisch und akustisch getrenntes Lehrschwimm- und
Kursbecken
• Bezirksverwaltungsstelle
• Veranstaltungsraum für 200 Personen
• Fußballfeld über den Parkstellflächen, 50 x 70 Meter
• Parkraum mit 131 PKW-Stellplätzen und Fahrradabstellflächen

Multifunktionalität – effiziente Nutzung der Räumlichkeiten

Multifunktionalität stellt heute ein bedeutendes Element in der Schwimmbadkonzeption dar. Eine optimale, flexible und effektive Nutzung über die Wasserflächen hinaus ist hier, ebenso wie die barrierefreie Zugänglichkeit, ein zentraler Schwerpunkt der Planung. Die Neubaupläne beinhalten die Unterbringung eines Schwimmbades mit 25-Meter-Becken

sowie eines thermisch und akustisch getrennten Lehrschwimm- und Kursbeckens mit Hubboden. Ein Kinderplanschbecken und ein Warmwasserbecken gehören ebenfalls zur Ausstattung. In dem Gebäudekomplex sind Räume für eine Physiotherapiepraxis vorgesehen. Zudem gibt es einen Gymnastikraum zur Nutzung für Vereine und Physiotherapie sowie einen Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen.

Künftig erhält in dem Komplex an der Pariser Straße auch die Bezirksverwaltungsstelle 4 (Oberkassel, Niederkassel, Lörick, Heerdt) ein neues Zuhause - und damit gleichzeitig verbesserte Arbeits- und Rahmenbedingungen als am jetzigen Standort an der Luegallee. Die Räume bieten Möglichkeiten für Sitzungen, Veranstaltungen, Tagungen sowie für die Sitzungen der Bezirksvertretung.

Eine weitere Besonderheit ergibt sich durch die geplante Stellplatzanlage mit aufliegendem Fußballtrainingsfeld.

Die neue Schwimmhalle ersetzt somit das alte Gartenhallenbad an der Lütticher Straße, das am 6. Februar 2015 wegen baulicher Mängel außer Betrieb genommen werden musste und danach zurückgebaut wurde. Ein großer Teil der Finanzierung des neuen Schwimmbades soll mit dem Verkauf des Grundstücks am ehemaligen Standort erreicht werden. Damit wird die Bädergesellschaft Düsseldorf ihrem Auftrag gerecht, die Bevölkerung mit zielgruppenorientierten Bädern bestmöglich zu versorgen und in dem neuen Gebäude darüber hinaus Synergieeffekte zu generieren, die die Wirtschaftlichkeit des gesamten Standortes positiv beeinflussen.

Barrierefreiheit und Zugänglichkeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Neubauplanung liegt im barrierefreien Ausbau des Gebäudes. Für die Planung wurden Experten für barrierefreie Architektur hinzugezogen. So sind alle Zugänge und Räumlichkeiten, die Sanitäranlagen sowie die Umkleiden Rollstuhl- und Kinderwagengerecht. Bei der Planung wurde zudem auf eine gute Verkehrsanbindung geachtet. Das Schwimmbad wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar sein. Für Autos stehen demnächst 131 Stellflächen zur Verfügung, für Schulbusse Haltebereiche, die einen sicheren Ein- und Ausstieg gewährleisten sollen.

Spatenstich

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am 22. Mai 2018, gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Bädergesellschaft, Peter Schwabe, und dem Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Roland Kettler, den 1. Spatenstich zum Neubau des Gebäudekomplexes mit Hallenbad in Oberkassel/Heerdt vorgenommen.

OB Thomes Geisel: "Die Landeshauptstadt Düsseldorf löst derzeit mit dem größten Sanierungs- und Modernisierungsprogramm der neueren Stadtgeschichte den Sanierungsstau bei Schulen und Bädern auf. Mit der Umsetzung des Bäderkonzeptes 2020 werden Schwimmbäder fit für die Zukunft gemacht. Die Düsseldorfer dürfen sich mit dem neuen Gebäudekomplex an der Stadtteilgrenze von Oberkassel und Heerdt auf ein attraktives Schwimmbad in einer wunderschönen Lage freuen. Von dem Neubau und den zusätzlichen Räumlichkeiten für Vereine und Bezirksvertretung profitiert die gesamte Bürgerschaft im Linksrheinischen."

Hintergrund zum Bäderkonzept 2020

Neben den bereits fertig gestellten Projekten des Bäderkonzeptes, am Rheinbad und in Niederheid, sollen weitere vier neue Schwimmbäder in den kommenden Jahren in der Landeshauptstadt entstehen. Die Standorte Flingern, Oberkassel, Benrath und Unterrath sollen zukunftsfähig gemacht werden und die Sport-, Freizeit-, Erholungs- und Freibadbereiche zu einem
städtischen Gesamtangebot ergänzen. Ziele des Bäderkonzeptes sind eine verbesserte Zielgruppenorientierung der städtischen Bäder sowie eine wirtschaftlichere Betriebsführung. Auch Barrierefreiheit, eine inklusionsfähige Schulversorgung und Energieeffizienz stehen weit oben auf der Liste der Zielvorgaben, welche die neuen Standorte erfüllen sollen.

Allwetterbad am Flinger Broich
Das Allwetterbad in Flingern wird ab dem 1. Quartal 2020 wieder Schwimmsport im Innen- und Außenbereich ermöglichen. Das zuletzt nur als Freibad genutzte Bad wird am Bestandstandort zu einem Kombi-Bad ausgebaut. Die Schwimmhalle bietet mit einem 25-Meter-Schwimmerbecken mit integrierter Sprunganlage samt 3-Meter-Plattform und 1-Meter-Brett, einem weiteren 25-Meter-Becken mit einem Hubboden sowie einem Nichtschwimmerbecken und einem Kurs- und Therapiebecken mit Hubboden beste Voraussetzungen, vor allem für den Schul- und Vereinssport, und wird allen Anforderungen an eine barrierefreie Zugänglichkeit und inklusionsfähige Schulversorgung für das Stadtgebiet Düsseldorf-Mitte gerecht.

Mehrgenerationen-Gesundheitsbad in Benrath
Der Neubau in Benrath ist als Mehrgenerationen-Gesundheitsbad geplant und orientiert sich damit an die steigende Gesundheitsorientierung und den Präventionsgedanken. Für die Ausstattung ist ein 25-Meter-Becken mit Sprunganlage, ein thermisch und akustisch getrenntes Lehrschwimm- und Kursbecken mit Hubboden, ein Vitalwarmwasserbecken, ein Sole-
Außenbecken ein Whirlpool und ein Kleinkinderbecken vorgesehen. Der Hallenneubau soll auf dem Gelände des Freibades entwickelt werden. Das Freibad bleibt erhalten und wird durch den Neubau eines Kleinkinderbereiches ergänzt. Durch diese räumliche Komprimierung werden Flächen geschaffen, die als Baugrundstücke vermarktet und zur Refinanzierung des Neubaus genutzt werden können.

Hallenbad Unterrath
Für den Badneubau in Unterrath sind unter anderem ein 25-Meter-Becken, eine Sprunganlage, ein Lehrschwimm- und Kursbecken mit Hubboden und ein Kleinkinderbecken vorgesehen. Zurzeit prüfen die beteiligten städtischen Ämter mögliche Standorte für den Neubau.